Speicher

NLQ-unbewusste Befehle einbetten

Bandler & Grinder entdeckten bei ihren Beobachtungen von Dr. Milton Erickson, dass dieser in die unzähligen Geschichten, die er seinen Patienten erzählte, Botschaften einbaute, die vom Patienten nur unbewusst wahrgenommen wurden. Genau diese Botschaften brachten die Veränderungen hervor. Im NLP nennt man diese Botschaften unbewusste Befehle (im Englischen: Embedded commands). Sie gehören zu den interessantesten NLP Techniken überhaupt.

Der Grund warum Milton Erickson mit diesen Techniken arbeitete ist einfach: Manche Botschaften haben auf dem normalen Weg Resistenz in Patienten hervorgebracht. Beim unbewussten Hören jedoch ließen sie die Botschaften zu und konnten so die gewünschten Veränderungen durchführen.


Beispiele:

  • Hier sind zunächst drei einfache Beispiele für die NLP Technik unbewusste Befehl
  • Was wäre wenn…
  • Was wäre wenn du dir vorstellst, dass du wirklich gut darin sein kannst?
  • Um diese Frage überhaupt beantworten zu können, muss man sich vorstellen gut darin (was auch immer hier gemeint ist) sein zu können.
  • Was wäre wenn du dir vorstellst, dass dir diese Videos wirklich weiterhelfen?
  • Das Prinzip ist hier genau dasselbe. Während sich eine Person es beginnt vorzustellen, hat der Vorgang im Inneren schon längst begonnen. Nicht schlecht, oder?

 


Zitate

Das Prinzip, welches dahintersteckt ist denkbar einfach. Sie verwenden ein Zitat, z.B.:

 

„Einstein sagte, dass Imagination wichtiger ist als Wissen.“

Das Unbewusste (und manchmal auch das Bewusstsein) behandeln diese Aussage wie ein Statement von Ihnen. Warum liegt auf der Hand: SIE haben es gesagt. Natürlich zitieren Sie „nur“, jedoch kommen die Worte aus Ihrem Mund – ohne, dass Sie selbst der Urheber des Gesagten sind.

Eine tolle Methode alles zu sagen was Sie sagen möchten durch mit „geliehenen“ Worten anderer.


Negation

Sie geben etwas vor, im Negativen, und erwirken damit paradoxerweise weniger Resistenz in der anderen Person. Hier ist ein Beispielsatz:

„Konzentrieren Sie sich nicht auf die Vorzüge von coachingeffect und was es Ihnen bringen könnte…“

Solche Negationen erwirken deshalb schon das Gegenteil, weil das Wort „nicht“ vom Unterbewussten nicht verarbeitet werden kann. Denken Sie jetzt NICHT an einen rosa Elefanten… und schon ist er im Kopf. Eine hervorragende Methode, die nur leider von den meisten falsch eingesetzt wird. Wenn Sie möchten, dass jemand etwas nicht tut, verwenden Sie bitte nicht das Wort nicht, sondern fragen Sie sich stattdessen:

Wenn ich nicht möchte, dass xy … tut… was möchte ich, dass er es tut?

Diese Frage ist wichtig, da es Nicht-Handlungen nicht gibt.


Unbewusste Befehle einbauen

Das Bewusstsein konzentriert sich also mehr auf den Inhalt während das Unbewusste sich ebenfalls auf alle anderen Komponenten der Kommunikation konzentriert und sie aufnimmt. Das bedeutet also, dass man in kleine, „unbedeutende“ Sätze bestimmte Botschaften einbauen kann.

Hier ein Beispiel:
Sie arbeiten mit einer Gruppe an einem Projekt und möchten der Gruppe vermitteln

„Ihr schafft das leicht.“.

Wenn Sie das so formulieren, werden Sie wahrscheinlich von einigen Personen keine Zustimmung erhalten (entweder weil sie es nicht glauben oder weil sie grundsätzlich eine gegensätzliche Meinung haben).

Stattdessen könnten Sie also sagen:

„Ein Weg, der sehr einfach ist, wäre wenn ihr euch zunächst einen geeigneten Platz sucht, um auch mehr ausbreiten zu können.“

Durch diese kleine Zusatzinformation steigt die Bereitschaft zu glauben, dass es tatsächlich einfach ist weil die Hauptbotschaft mit eingebettet ist und nicht direkt formuliert wird.

Unbewusst eingebettete Befehle sind eine sehr elegante und gleichzeitig wirkungsvolle NLP Technik. Sie ist nicht schwer zu lernen und umzusetzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

96 − = 88